In circa 60 Minuten Fahrt aus Potsdam / Berlin erreicht man die Slawenburg Raddusch. Es handelt sich bei der Slawenburg um die Rekonstruktion einer ringförmigen Wallanlage aus Holz und Lehm, die in dieser Art bereits seit dem 7. Jahrhundert existieren. Ich muss hier nicht das wiederkäuen, was man sehr leicht selbst bei Wikipedia oder der offiziellen Webseite über die Slawenburg lesen kann. Bei schönem Wetter dachten wir uns also, dass es Zeit wäre für einen erneuten Besuch dort.

Die Anlage als solche ist gut für Familien geeignet, denn sie ist nach Passieren des Eingangstores geschlossen. Man muss also nicht andauernd auf die Kinder aufpassen in der Angst, dass ein versehentlich eingelegter Rückwärtsgang zu einer Katastrophe führt. Hinter dem Tor, gleich zu Beginn, wartet ein Spielplatz auf die Kleinen. Von einem Rundweg aus kann man die Burg selbst umrunden, einige Bänke und Sitzgelegenheiten laden zum Ausruhen und zum kontemplativen Blick auf die Burg ein. In der Burg selbst wartet ein Museum auf Besuch, neben einem Shop mit Andenken und mittelalterlichem Handwerk rundet eine Gastronomie das Angebot ab. Nach anstrengendem 500 m Marsch kann man dort gleich die dreifache Menge der verlorenen Kalorien wieder zu sich nehmen, und sich so vor dem körperlichen Zusammenbruch bewahren. Von der oberen Wallanlage aus hat man einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft. Jetzt aktuell wird die Anlage restauriert, so dass Teile des Innenhofs und des Burgwalls für Besucher gesperrt sind. Außen zeugen Bauwagen und Dixi-Klos von den Arbeiten und verschandeln derzeit leider etwas den An- bzw. Ausblick.

Filter für Nikon 14-24mm

An diesem Tag lud eine schöne Mischung aus sonnigem Wetter und wolkigem Himmel dazu ein, die Slawenburg Raddusch auf Sensor zu bannen. Dazu konnte ich gleich ein neues altes Spielzeug ausprobieren, dass seit seiner Anschaffung ein einsames Dasein in der Schublade fristet: Mein Format Hitch Filter Starter Kit für das Nikon 14-24mm Objektiv (amazon-Link).

Das 14-24 mm Nikon-Weitwinkel-Zoomobjektiv ist ein absoluter Klassiker unter Landschaftsfotografen. Allerdings verfügt die Linse nicht über ein Filtergewinde und hat außerdem eine nach außen gewölbte Frontlinse. Die Gegenlichtblende ist zudem noch fest und kann nicht abgenommen werden. Übliche Einschraubfilter sind also nutzlos. Um Filter bei der Aufnahme zu verwenden, muss man entsprechende Umwege gehen. Denn natürlich gibt es spezielle Adapter, die auf die Linse aufgesteckt werden, und dann den eigentlichen Filterhalter aufnehmen. Bedingt durch die Größe der Frontlinse kommen bei diesem Objektiv auch 150mm breite Filter zum Einsatz. Also eigentlich braucht man nur für dieses Objektiv ein komplett anderes System für Einschubfilter. Daher für Interessenten interessant: Neben dem oben erwähnten Adapter von Hitech gibt es mittlerweile auch einen relativ preiswerten Adapter von dem chinesischen Hersteller Haida (amazon-Link). Preiswert bezieht sich dabei übrigens immer auf die Preise für vergleichbare Produkte. Natürlich bietet auch der renommierte Hersteller Lee Filters ein entsprechendes Set für dieses Objektiv an.

Ausflugsziel Slawenburg Raddusch im Frühling

Nach diesem Exkurs zur Hardware zurück zum eigentlichen Thema, nämlich der fotografischen Notwendigkeit für Filter und Filterhalter. Jeder Fotograf kennt die Problematik des Kontrastumfangs. Also entweder ist der Himmel richtig belichtet, dafür der Vordergrund schwarz oder der Vordergrund ist korrekt belichtet, der Himmel dafür aber weiß ausgefressen. Um diese Unterschiede in den Griff zu bekommen, arbeiten Landschaftsfotografen gerne mit Grauverlaufsfiltern. Diese Filter sind zur Hälfte dunkel gefärbt, und dunkeln so ab. Natürlich gibt es diese Filter in verschiedenen Stärken, sowie in einer Hard und Soft-Variante. Die Hard-Variante hat eine klare Linie zwischen getöntem und ungetöntem Bereich, die Soft-Variante hat einen weichen Übergang von dunkel zu hell. An dieser Stelle eine Empfehlung: In jedem Fall Hard Grads kaufen!  Diese braucht man deutlich öfter als ihre weichen Kollegen. Außerdem erzeugen die Filter noch knackige Kontraste in den Wolken. Wahrscheinlich sind sie deshalb auch so beliebt bei Landschaftsfotografen.

Jedenfalls ließen sich erst durch diese Filter vernünftige Aufnahmen machen. Der Himmel ist schön abgedunkelt, die Slawenburg ist zwar mit abgedunkelt, aber das passt durchaus zur Aufnahme.

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