Mamiya RZ67 Pro II

Das ist der Name der analogen Mittelformatkamera, die ich mir gerade gekauft habe. Eher zum Spaß habe ich einen Preisvorschlag auf eBay gemacht – ohne zu wissen, dass dieser sich in ein verbindliches Gebot wandelt, wenn der Verkäufer es akzeptiert. Nun ja, so kam ich etwas unerwartet zu meiner Mamiya RZ67 Pro II, aber ich habe schon seit längerem mit dem Kauf geliebäugelt. Inspiriert zum Kauf wurde ich übrigens auf einem Workshop. Einer der anderen Teilnehmer hatte nämlich diese Kamera zusammen mit einem Polaroid-Rückteil. Na klar hat er auch Fotos auf dem Workshop gemacht. Ich war beeindruckt von der Qualität! Als absoluter Neuling in Sachen analoger Mittelformatkamera habe ich mich nach dem Kauf dann natürlich mit verschiedenen Aspekten der Kamera beschäftigt, meine Erfahrungen gebe ich hier einfach mal weiter, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

Der Kauf

Ein Schnäppchen sind die Kameras nicht. Sie sind zwar analog und gebraucht, haben aber immer noch ihren Preis. Ab 500,00 € geht es los für die grundlegende Ausstattung bestehend aus Kamera-Body, Sucherschacht, Objektiv und Film-Rückteil. Die Preise variieren bedingt durch den Zustand zum Teil aber deutlich. Es lohnt sich ebenfalls genau zu vergleichen, was angeboten wird. Die Filmrückteile beispielsweise sind einzeln relativ teuer. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich die Teile einzeln zu kaufen, sollte vorher mal genau schauen, ob sich das wirklich lohnt. Die Einzelteile können in Summe sogar deutlich teurer sein. Es lohnt sich übrigens auch, einen (angemessenen) Preisvorschlag zu machen, wenn der Verkäufer diese Möglichkeit anbietet. Bei meinen beiden Käufen wurden die Vorschläge beide akzeptiert, ergo habe ich einiges an Geld sparen können. Ebenfalls sollte man nach professionellen Händlern Ausschau halten. Diese bieten neben einer Rechnung oft auch 1 Jahr Gewährleistung. Bei meinem Kauf war ich außerdem sehr überrascht über den sehr guten Zustand des gekauften Polaroid-Rückteils.

Vorsicht Zoll

Einige Anbieter sitzen im Ausland, die Preise für Rückteile oder ähnliches sind in USA beispielsweise recht niedrig im Vergleich. Da liegt der Gedanke nahe, sich dort einzudecken. Doch Vorsicht! Beim Kauf im Ausland schlägt unter Umständen der Zoll zu. Es lohnt sich daher schon, sich eventuell zu zahlende Zölle vorher schon mal zu ermitteln. Auf diesem Zollrechner geht das relativ simpel und schnell. Die notwendigen Zollsätze sind ebenfalls im Netz verfügbar, z.B. beim Zoll.

Anleitung & Zubehör

Die Bedienung ist an und für sich nicht schwer. Trotzdem macht es Sinn, sich im Vorfeld mal die Bedienungsanleitung anzusehen. Zum Glück gibt es Mamiya immer noch, auf deren Webseite findet man sogar die Anleitung zur Kamera als pdf Datei. Auf youtube sind ebenfalls etliche Videos zu Mamiya RZ6 Pro II zu finden, von Anleitungen zum Film einlegen bis hin zu 1stündigen Reviews der Kamera. Damit sollte man sich relativ leicht in die RZ einarbeiten können.

Unbedingt dazu kaufen sollte man sich die kleinen 6V Batterien. Diese sind mittlerweile spottbillig, so dass man die Kosten vernachlässigen kann. Bei meiner Mamiya war auch der Winder II dabei. Dieser spult automatisch den Film weiter und spannt den Hahn, so dass man nur noch auslösen muss. Nicht unbedingt nötig, aber da er nun schon mal dabei war… Allerdings versorgt dieser die RZ67 NICHT mit Strom! Ich meinte so etwas bei einem der Videos gehört zu haben. Die kleinen 6v Batterien sind also unbedingt notwendig, ansonsten kann man die Kamera nur im Emergency Modus auslösen. Wirklich empfehlen kann ich ein Polaraoid-Rückteil. Wie bei Polaroid-Filmen üblich, zieht man hier Fotos raus, die sich selbst entwickeln. Nach ein paar Minuten hat man also gleich das Ergebnis in der Hand, und muss nicht lange auf den entwickelten Film warten. Da man die Rückteile mit einem Schieber lichtdicht versiegeln und dann auch abnehmen kann, lohnt sich ein Sofortbild-Farbfilm schon alleine dafür, um die Belichtung im Vorfeld zu testen. Wäre ja doof, wenn man erst 2 Wochen später merkt, dass die Belichtungsdaten Mist waren.

In der Hoffnung, dass meine Zusammenfassung für den ein oder anderen hilfreich sind wünsche ich viel Spaß beim Stöbern!

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