Die Bezeichnung C-A-G-E-D bezieht sich hier auf die bekannten Grundakkorde C, A, G, E und D gespielt in der Open Position, also mit Leersaiten.

Schauen wir uns nun mal diese Akkorde in der Open Position auf der Gitarre an:

Diesen Akkorden liegt jeweils ein Griffmuster zu Grunde, diese Muster nennt man auch „Shape“, was so viel wie „Form“ o. „Gestalt“ bedeutet. Wenn du also die leeren Saiten durch mit den Fingern gespielte Noten ersetzt, dann erhälst du diese Shapes:

Ich hoffe, du erkennst die Akkorde der Open Position in diesen Shapes wieder. Wir erinnern uns: diese Shapes ohne Leersaiten sind wie ein Schnittmuster. Die einzelnen Töne stehen immer in den gleichen Intervallen zueinander. Solange Du also dieses Muster auf der Gitarre greifst, spielst du einen Dur-Akkord. Du kannst diese Shapes also auf dem gesamten Griffbrett spielen, und wirst immer einen Dur-Akkord spielen. Welchen, das hängt von dem Grundton ab, auf den du den Akkord verschoben hast.

Ok? Alles klar! Was bringt uns also das CAGED-System?

Für die meisten Akkorde gibt es mehr als eine Art, ihn auf der Gitarre zu spielen. Willst du nun einen beliebigen Dur-Akkord über das gesamte Griffbrett, also an verschiedenen Positionen auf dem Griffbrett spielen, dann wirst du feststellen, dass die Shapes für diesen Akkord immer in der Reihenfolge C-A-G-E-D stehen. Dem C-Shape folgt also immer das A-Shape, dem A-Shape immer das G-Shape, usw. Dem D-Shape folgt übrigens immer das C-Shape, es geht also wieder von vorne los. Das CAGED-System hängt also ganz eng mit der Art zusammen, wie die Gitarre in Standard Tuning funktioniert.

Nehmen wir als Beispiel den Akkord F-Dur und schauen uns an, wie die Shapes des CAGED-Systems damit funktionieren.

Das CAGED-System für den F-Dur Akkort Schritt für Schritt erklärt!

Die erste F-Note ist auf der tiefen E-Saite im ersten Bund. Den ersten F-Akkord können wir also in der in der 1. Lage spielen. Das passende Shape dazu ist das E-Shape. Dieses hat den Grundton auf der tiefen E-Saite.
Gemäß der Reihenfolge des CAGED-System muss nun das D-Shape als nächstes kommen. Der nächste F-Akkord sollte also mit dem D-Shape zu spielen sein, und das ist er auch.Die beiden tiefen Saiten sind mit X gekennzeichnet, d.h., sie sollen nicht mitklingen. Am besten dämpfst du die tiefe E-Saite mit dem Daumen ab, die A-Saite mit dem Zeigefinder der linken Hand.
Der nächste F-Akkord ist mit dem C-Shape zu spielen. Der Grundton liegt dabei im 7. Bund auf der A-Saite. Du kannst das Barré auch nur auf die hohen drei Saiten legen. Such dir einfach die Art und Weise, die dir am besten liegt. Wichtig ist, dass du den Akkord sauber greifst und das alle Saiten klingen, die auch klingen sollen.
Auf das C-Shape kommt nun das A-Shape. Hier ist es von Vorteil, wenn du mit der Fingerkuppe des Zeigefingers der Greifhand die tiefe E-Saite abdämpfst, damit sie beim spielen nicht klingt.
Und bevor es wieder mit dem E-Shape losgeht, kommt das G-Shape. Das nächste Shape wäre übrigens wieder das E-Shape, dann das D-Shape, usw.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü